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Kannibalismus unter Wölfen

Die B 156: Jetzt verzeichnet sie den neunten toten Wolf in den vergangenen sieben Jahren. Foto: MW © MW

Bei dem toten Wolf handelt es sich um einen weiblichen Welpen des diesjährigen Wurfes des Nochtener Rudels, teilt das Wildbiologische Büro Lupus mit. Während die Polizei den Unfall bei Weißwasser (Kreis Görlitz) aufnahm, näherte sich ein zweiter Wolfswelpe seinem Artgenossen und zog ihn vom Straßenrand in Richtung Wald. Einer der Beamten filmte dann mit seinem Handy, wie Isegrim in seiner Deckung vermutlich sein Geschwistertier zunächst anschnitt und danach auf einem Brandschutzstreifen vergrub. Dieses Verhalten ist auch nach Ansicht von Experten aus anderen Ländern mit Wolfsvorkommen sehr ungewöhnlich und schwer deutbar. Als die Polizisten sich dem Kadaver näherten knurrte der Wolf, „zeigte aber kein aggressives Verhalten“, heißt es in der Pressemitteilung von Lupus.
Versuche der Redaktion, an das Video zu kommen, schlugen fehl. Das Bildmaterial dazu wollten weder die Polizei, noch das Wolfsbüro für die öffentliche Berichterstattung freigeben.
BS