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Kampf gegen Luchstötungen

Luchsprojekt: Ein Pinselohr aus dem Nationalpark Kalkalpen. Foto: R. Schlamberger


Die Verantwortlichen beklagen seit 2012 mindestens vier spurlos verschwundene Luchskuder. Um eine rasche Aufklärung des rätselhaften Verschwindens voranzutreiben, haben nun der Nationalpark Kalkalpen, die WWF und der Naturschutzbund Österreich eine Ergreiferprämie in Höhe von 10.000 Euro ausgesetzt. "Diese gilt pauschal und nicht für einen speziellen Luchs", sagte Parksprecher Franz Sieghartsleitner im Gespräch mit der Redaktion. Die Naturschutzorganisationen und das Landeskriminalamt rufen Zeugen dazu auf, sich zu melden, um weitere Täter überführen zu können. Bereits Anfang des Jahres war eine Jägerin vor dem Oberlandesgericht Linz rechtskräftig wegen eines illegalen Luchsabschusses verurteilt worden (wir berichteten hier). Sie hatte angegeben, das Tier im Revier ihres Mannes mit einem Fuchs verwechselt zu haben. Da das Ehepaar jedoch direkt nach der Tat das getötete Tier zu einem Präparator brachte und sich vor einer Zeugin mit Luchsabschüssen brüstete, glaubte das Gericht ihnen nicht. Mittlerweile wurde sowohl der Jägerin als auch ihrem Gatten der Jagdschein entzogen. Das Ehepaar hat dagegen Berufung eingelegt, sodass nun das Landesverwaltungsgericht darüber entscheiden muss. Um jedoch auch die anderen Fälle aufklären zu können, bittet Dr. Erich Mayrhofer, Direktor des Nationalparks, weiterhin aufschlussreiche Beobachtungen zu melden. Sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung eines weiteren Täters führen, können an Christian Fuxjäger vom Nationalpark Kalkalpen (Tel. 0043 (0)7584/3951-140) oder an Othmar Coser von der Landespolizeidirektion Oberösterreich (Tel. 0043 (0)5913/340-3400) gerichtet werden.
KN/PM