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Kampf gegen Invasoren

Waschbären fühlen sich bei uns offenbar wohl, verursachen jedoch Probleme. Foto: K.-H. Volkmar


Darunter sind neben dem Waschbären unter anderem auch die Glanzkrähe, kleines Mungo, chinesisches Muntjak, Nutria, Schwarzkopfruderente und Grauhörnchen. Waschbären zum Beispiel sind mittlerweile in Deutschland schon flächendeckend verbreitet. In den letzten zehn Jahren stieg die Wäschbärenstrecke um fast 300 Prozent an. Alleine im Jagdjahr 2014/2015 wurden 116.461 kleine Zorros erlegt. Ob dies die weitere Ausbreitung aufhalten kann, scheint jedoch fraglich.
Derzeit leben insgesamt über 12.000 standortsfremde Pflanzen, Tiere, Pilze und Microorganismen in Europa. Um die 15 Prozent dieser Arten gelten als invasiv und stellen damit einen der wichtigsten Gründe für den Verlust an Biodiversität dar. Karmenu Vella, EU-Kommissar für Umwelt, Maritime Angelegenheiten und Fischerei sagte dazu, dass eine Kontrollierung und Ausrottung solcher invasiver Arten auf einer europaweiten Ebene erfolgen muss, da die invasiven Tiere und Pflanzen an Ländergrenzen nicht Halt machen. Das Problem koste die EU jährlich über zwölf Milliarden Euro. In Zukunft soll die Liste invasiver Arten kontinuierlich überarbeitet und aktualisiert werden.
KN