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Kampagne gegen Elchjagd erfolgreich

Schlagworte bestimmten die Kampagne in den Sozialen Medien: Mit der Elchjagd nicht einverstanden? - Unterzeichnen und weitersagen! Foto: WWF Polen © WWF Polen

Schlagworte bestimmten die Kampagne in den Sozialen Medien: Mit der Elchjagd nicht einverstanden? - Unterzeichnen und weitersagen! Foto: WWF Polen


Schäden in Millionen(-Zloty)-Höhe hatten das Umweltministerium dazu bewogen, schon in diesem Herbst das Elchjagd-Moratorium von 2001 zu beenden (jagderleben berichtete hier).
Innerhalb weniger Wochen gelang es jedoch einem Aktionsbündnis aus polnischen Natur- und Tierschutzverbänden sowie generellen Jagdgegnern rund 54.000 Unterschriften gegen diesen Plan zu sammeln und dem zuständigen Minister zu übergeben. Dieser kündigte darufhin an, die Jagdzeiten nicht in Kraft zu setzen, sondern zunächst einmal ermitteln zu lassen, wieviele Elche es tatsächlich in Polen gibt.
Der WWF-Polen, der die Kampagne entscheidend mitgetragen hat, freut sich über den „Aufschub“, setzt aber gleichzeitig nach, weil er den Elch auf Dauer von der Liste der jagdbaren Arten gestrichen haben will. Dabei unterstellt die Organisation, dass die Schadenshöhen sowie die Bestandszahlen weit übertrieben seien. Der WWF kritisiert in diesem Zusammenhang auch, dass Personen – sprich Jäger – die ein Interesse an der Jagd haben könnten, an der Bestandsermittlung beteiligt gewesen wären.
Schon wärend der Kampagne gipfelte die Kritik an der geplanten Verordnung in dem Vorwurf, die Freigabe der Elche diene nur dazu, die Angebotspalette für zahlungskräftige (Jagd-)Kunden aus dem In- und Ausland zu erweitern. Polens Jäger konnten oder wollten dem nichts entgegensetzen: Mit der Freigabe der Elche wäre allerdings auch die Verantwortung für die durch diese verursachten Wildschäden bei den Jagdausübungsberechtigten „gelandet“.
JMB