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Kamikaze-Hunde gegen Ziegen-Plage

Am Strand: Ein Wildhund bei der Nahrungssuche (Symbolbild). Foto: Julia Weimar/pixelio.de


Das Eiland "Pelorus Island" befindet sich im Great Barrier Reef. Vor einiger Zeit wurden dort Hausziegen ausgesetzt, die als Nahrungsquelle für den Leuchtturmwärter fungieren sollten. Leider vermehrten sich die Tiere stark und schädigen nun durch Verbiss die Pflanzenwelt der Insel. Per Abschuss wollte man die Hornträger dezimieren, doch durch die unwegsamen örtlichen Gegebenheiten schlug das fehl.
Jetzt wollen die verantwortlichen Umweltschützer einen Weg gefunden haben, der Lage wieder Herr zu werden. Dingos sollen die Ziegen fressen. Die Vierbeiner werden dafür auf dem Festland eingefangen und auf der Insel ausgesetzt. Damit im Anschluss wiederum die Wildhunde nicht überhand nehmen, werden sie kastriert und zum Teil besendert. Dadurch will man die unfreiwilligen Pflanzenschützer schneller wiederfinden und schießen, wenn sie ihren Job erledigt haben. Da die Jagd aber schon auf die Ziegen zu schwer war, hat man den Hunden zusätzlich eine Kapsel implantiert, die sich nach zwei Jahren öffnet und eine tödliche Dosis Gift freisetzt.

BS
Einen englischsprachigen Filmclip zum Thema finden Sie hier.

Aktualisierung vom 19.08.2016

Laut verschiedenen Medien-Berichten soll die Aktion unverzüglich gestoppt werden!
Und zwar nicht, wegen der heftigen Proteste von Tierschützern dagegen, sondern weil der Umweltminister der Provinz befürchtet, die Dingos könnten ihrerseits zum Problem für die Artenvielfalt der Insel werden, ehe sie sich "selbst zerstören".
RJE