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Käferspürhund für Bayern

Michael Matuschek mit seiner Jule. Foto: Holly © Holly

Hunde können einen Befall an abgeschnittenen Ästen aufspüren, bislang mussten sie aber von außerhalb geholt werden. Jetzt gibt es den ersten bayerischen Spürhund. Michael Matuschek vom AELF Ebersberg ist mit seiner „Jule“ ganz frisch von der Ausbildung in Österreich zurück. Und der junge reinrassige Bayerische Gebirgsschweißhund (BGS) hat sein Können gleich bei einer Fällaktion auf dem Friedhof in Feldkirchen unter Beweis gestellt. Zielgerichtet fand er schnell die ausgelegten ALB-Probestücke.
Doch nicht nur der BGS eignet sich für diese "Spezialeinheit der Einwanderungsbehörde". Auch andere Rassen, wie zum Beispiel ein Deutsch-Drahthaar, hatte vor einiger Zeit die Ausbildung zum "Käferspürhund" absolviert und ist seitdem im Einsatz (wir berichteten).

Holly

Einen Filmbeitrag des "BR" über die Vierbeiner finden Sie hier.




Hintergrund

Ein Asiatischer Laubholzbockkäfer. Foto: LfL © LfL

Ein Asiatischer Laubholzbockkäfer. Foto: LfL

Wie das Bayerische Landesamt für Landwirtschaft (LfL) mitteilt, handelt es sich beim ALB um einen der gefährlichsten Baumschädlinge weltweit. Er befällt nahezu alle Laubbaumarten, wobei auch gesunde Bäume keine ausreichenden Abwehrmechanismen aufweisen. Bei starkem Befall stirbt der Baum binnen wenigen Jahren ab.
Verbreitet hat sich der Neozoon mittlerweile in den USA und in Mitteleuropa. Eingeschleppt wurde er vermutlich durch aus Asien stammendes Verpackungsmaterial. Dort, wo der Käfer heute auftritt, werden zum Teil radikale Maßnahmen ergriffen, wie zuletzt der "Münchener Merkur" und die "Süddeutsche Zeitung" auf ihren Internetseiten berichteten.
Red