Home News Kadaverspürhunde gegen ASP-geplant

Kadaverspürhunde gegen ASP-geplant

Die Kadaverspürhunde sollen frei gegen den Wind suchen (Symbolbild).


Um für den befürchteten Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) besser gerüstet zu sein, sollen im Saarland Kadaverspürhunde ausgebildet und bei Bedarf eingesetzt werden. Der Anschub hierzu stammt sowohl aus der Novellierung des Bundesjagdgesetzes, als auch von den Amtsveterinären. Im Sommer 2018 war die ASP in Belgien, nur etwa 60 km von der saarländischen Grenze, ausgebrochen.

Frei verloren suchen

Bei Verdacht oder gar Ausbruch der ASP im Saarland sollen die speziell ausgebildeten Hundeführer mit 10 bis 15 Hunden angefordert werden. Die Spürhunde sollen ruhig sein, eine gute Nase besitzen und frei verloren im Wald gegen den Wind suchen. So sollen verendete Wildschweine entdeckt werden. Nach dem Einsatz müssen die Hunde desinfiziert werden. Schweißhunde seien für diese Aufgabe nicht geeignet, so Landesjägermeister Josef Schneider.

Als weitere Maßnahme zur besseren Bejagung des Schwarzwildes hat das saarländische Umweltministerium auch die Durchführungsverordnung für Kirrungen geändert. Danach dürfen nun auch Kirrungen in der Feldflur angelegt werden, soweit keine naturschutzrechtlichen Bestimmungen dem entgegenstehen. Als Kirrmittel dürfen jetzt, neben Getreide und heimischen Früchten, auch andere Feld- und Waldfrüchte ausgebracht werden. Günther Klahm