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Jungjäger: Jagd wird jünger und weiblicher

Fokko Kleihauer © Fokko Kleihauer
Fokko Kleihauer
am
Freitag, 24.12.2021 - 07:39
Jägerin-Anschlag-FK © lichtreflexe - stock.adobe.com

Vor zehn Jahren veröffentlichte der Deutsche Jagdverband die erste Jungjägerbefragung, vor fünf die zweite. Mit der nun veröffentlichten dritten Befragung ist ein klarer Trend erkennbar: Deutlich mehr Frauen machen einen Jagdschein, als noch vor zehn Jahren.

Der Anteil der Frauen stieg innerhalb eines Jahrzehnts von 20 Prozent auf 28 Prozent. Und jünger wurden sie auch. Das Durschnittsalter sank im gleichen Zeitraum von 36 auf 33 Jahre. Männer liegen konstant bei 35 Jahren.

Ein Viertel der Anwärter kommt aus Städten

Bei der örtlichen Verteilung gibt es wenig neues: Weiterhin kommt rund ein Viertel (23 Prozent) der Jagdschülerinnen und Jagdschüler aus den Städten. Interessant ist der Anstieg bei Menschen, die vor der Ausbildung keine Erfahrung mit der Jagd gesammelt haben. Seit 2011 stieg ihr Anteil von 15 auf 26 Prozent. 

Gesünder Leben als Ziel

‚‚Für immer mehr Menschen ist Wildbret ein Grund, die Jägerausbildung in Angriff zu nehmen. Dieses Motiv ist von Platz 4 (2011) auf Platz 3 vorgerückt. Nach wie vor auf Platz 2 steht angewandter Naturschutz, gewinnt aber weiter an Bedeutung: Die Nachwuchsgeneration will selbst anpacken und Lebensräume verbessern – etwa durch Blühflächen oder Gehölze in der Kulturlandschaft“, schreibt der DJV in einer Pressemeldung zur Umfrage. 

Platz 1 ist allerdings unverändert das intensive Naturerlebnis.  Eine Besonderheit gibt es bei den Frauen. Auf Platz 4 schafft es hier die Jagdhundeausbildung als Motiv, Jägerin zu werden – bei Männern reicht es nur zu Platz 6.

Jäger-Demographie

Jäger rekrutieren sich aus allen gesellschaftlichen Schichten. Angestellte machen mit 49 Prozent fast die Hälfte aus. Danach kommen Azubis, Schüler und Studenten (18 Prozent). Handwerker und Selbständige stellen 10 Prozent der Kursteilnehmer.


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