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Junge Jäger Bayern fordern Rücktritt von BJV-Präsident Vocke

Hand hält Brief der Jungen Jäger Bayern © Rasso Walch
In einem offenen Brief fordern die Jungen Jäger Bayern den Rücktritt von BJV-Präsident Vocke.

Nach der Strafanzeige gegen den Präsidenten des Bayerischen Jagdverbandes (BJV) Prof. Dr. Jürgen Vocke wegen Untreue und Unterschlagung fordern die Jungen Jäger Bayern ihn jetzt zum Rücktritt auf. In einem offenen Brief wenden sie sich an den Präsidenten und das gesamte Präsidium des BJV. Auch diesem sowie der Geschäftsführung legen Sie nahe, nötige Konsequenzen zu ziehen:

"Die aktuell bekannt gewordenen Fakten und Details rund um die Finanzpraktiken unseres ehrenamtlichen Präsidenten sowie gegebenenfalls andere amtierende oder ehemalige Mitglieder des Präsidiums oder der Geschäftsführung sind daher Anlass für uns, Sie alle an Ihre Verantwortung zu erinnern und daran zu appellieren, längst überfällige Konsequenzen zu ziehen."

Vocke-Landesjaegertag-2019 © Martin Weber

Prof. Dr. Jürgen Vocke ist seit 25 Jahren Präsident des Bayerischen Jagdverbandes.

Junge Jäger plädieren für Neustart

Die Jungen Jäger sehen das Ansehen der Jagd und der gesamten Jägerschaft in Bayern gefährdet, sollte Vocke weiter Präsident bleiben. "Dass wir in der breiten Öffentlichkeit aktuell massiv an Ansehen verlieren, kann hier nicht unerwähnt bleiben," heißt es unter anderem in dem Brief.

Mit einem Appell an den ehemaligen CSU-Landtagsabgeordneten und Finanzrichter a.D. plädieren die Jungen Jäger für einen Neustart: "Ziehen Sie diese unschöne Diskussion nicht unnötig in die Länge, zeigen Sie Größe und Verantwortungsbewusstsein. Bereiten Sie durch Ihren Rücktritt den Weg für eine lückenlose Aufarbeitung sowie einen unbelasteten Neustart! Die 47.000 Mitglieder des BJV, die Jägerinnen und Jäger und letztendlich die Jagd im bayerischen Freistaat verdienen eine Führung ohne Fehl und Tadel."

Vocke selbst hatte seinen Rücktritt gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" zuletzt nicht mehr ausgeschlossen, sollte der Wirtschaftsprüfer Versäumnisse feststellen. Allerdings wies er Vorwürfe von Verfehlungen in diesem Zusammenhang erneut zurück.


Rasso Walch Der studierte Förster stammt aus einer traditionellen Jägerfamilie und hat seine Jägerprüfung bereits im Alter von 14 Jahren abgelegt.
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