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Jogger überlebt Bärenangriff

Spuren des Nahkontakts: W. Molinari im Krankenhaus. Foto: youtube


Wladimir Molinari war mit seinem Hund, westlich von Trient, im Wald zum Joggen unterwegs. Plötzlich tauchte wenige Meter hinter ihm ein Bär auf. Durch lautes Rufen ließ er sich nicht vertreiben. Dann setzte der Petz zum Angriff an. „Ich war mir sicher, dass ich sterben würde“, erzählt der 45-Jährige. Mit Tritten und Faustschlägen habe er sich gewehrt. Auch sein Hund stellte sich dem Raubtier entgegen. Plötzlich ließ der Bär von dem Sportler ab.
Wenig später traf ein Fahrradfahrer auf den schwer Verletzten und leistete Hilfe. Mit zahlreichen Kratzspuren und einer Bisswunde am Kopf wurde Molinari ins Krankenhaus gebracht. In einem Interview mit „l’Adige“ erzählt er von der Attacke.
Albertus Sduffela von der Trienter Wildtierabteilung bestätigte den Übergriff auf den Jogger: „Wir sind dabei den Bären zu identifizieren.“ Genauere Informationen über weitere Maßnahmen wollte er nicht geben. Nur so viel sagte der Sprecher: „Eine Betäubung und Umsiedelung des Bären schließen wir nicht aus.“
Im Trentino war dies nicht die erste gefährliche Begegnung zwischen Mensch und Bär. Vor rund einem Jahr kam es ebenfalls zu einem Bärenangriff. Damals verletzte eine Bärin einen Pilzsammler. Ungewollt verendete das Tier beim Betäubungs- und Umsiedlungsversuch (wir berichteten hier).
MH
Das Video vom Interview (italienisch) sehen Sie hier.