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Jogger fotografiert Wolfsriss

Schließlich kann Isegrim ein Muffel-Schaf aus dem Rudel separieren und reißen. Foto: Uwe Mittrach


Am vergangenen Sonntag, den 5. Februar 2012, konnte der Kamenzer Uwe Mittrach ein seltenes Natur-Schauspiel mit seiner Kamera festhalten. Gegen 8.oo Uhr bemerkt er, wie ein Rudel Muffel über ein Feld auf ihn zu prescht. Das war noch kein seltener Anblick für den Wald- und Wiesenläufer. Doch als er nach genauerer Betrachtung einen Wolf hinter dem Rudel sieht, zieht er seinen Fotoapparat und drückt ab. Immer näher kommen die panischen Wildschafe samt Isegrim auf ihn zu. Als sie nur noch gut 30 Meter von ihm entfernt sind, macht er sich durch lautes Rufen bemerkbar. Danach kann der Grauhund ein, wie sich später herausstellte, beschlagenes Schaf aus dem Rudel isolieren und schließlich reißen.
Ein Wolfsexperte des Jagdverbandes kann zusammen mit dem zuständigen Jagdpächter durch die Aufnahmen und den später gefundenen Riss eindeutig bestätigen, dass es sich um einen Wolf handeln würde. Vermutlich gehört er einem Rudel aus der Königsbrücker Heide an. Dietrich Schniebel, der seit fast 40 Jahren in dem Revier jagt, berichtet gegenüber der "Sächsischen Zeitung", dass die Risse in den letzten zwei Jahren deutlich zugenommen haben. Der erste offiziell bestätigte Riss in dieser Gegend konnte im April 2010 nur etwa 50 Meter von einem Haus entfernt dokumentiert werden. BS