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Jagen schützt

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Samstag, 27.09.2014 - 02:10
Laut Experten müssen Waschbär, Fuchs, Marder und Co. aus Artenschutzgründen weiter scharf bejagt werden - auch mit der Falle. Foto: Rolfes/DJV © DJV
Laut Experten müssen Waschbär, Fuchs, Marder und Co. aus Artenschutzgründen weiter scharf bejagt werden - auch mit der Falle. Foto: Rolfes/DJV

Für Großtrappe, Kiebitz, Auer- und Birkhuhn oder Sumpfschildkröte hat sich gezeigt: Lebensraum verbessernde Maßnahmen allein reichen nicht, Fressfeinde wie Fuchs, Marder oder Waschbär müssen reduziert werden. Letzterer macht dem seltenen Auerwild und dem Uhu in Thüringen zu schaffen: Die Arbeitsgruppe Artenschutz hat nachgewiesen, dass der nordamerikanische Kleinbär bereits ein Viertel aller Uhu-Brutplätze in Thüringen besetzt und neben Eiern auch den Nachwuchs frisst. In einigen Horstbereichen ist seit mehr als einem Jahrzehnt kein Uhu-Junges mehr groß geworden. Die Arbeitsgruppe fordert deshalb jetzt den verstärkten Einsatz der Fangjagd.
Anlässlich der aktuellen Diskussion über ein Fallenverbot in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen betonte Steffen Liebig vom LJV Thüringen: „Arten kennen keine Ländergrenzen, ihr Schutz darf nicht an ideologisch geprägten Gesetzen scheitern.“ Es sei Etikettenschwindel, wenn Naturschutzverbände unter dem Deckmäntelchen „Prädatorenmanagement“ Fallen einsetzten und gleichzeitig „Fallenjagd“ verbieten wollen.
Anlässlich des Symposiums stellt der DJV ein 4-Punkte-Papier zur Fangjagd vor. Darin geht der Verband auch auf Tierschutzfragen ein: Jäger haben gängige Fallentypen bereits erfolgreich nach internationalen Tierschutzstandards (AIHTS) testen lassen, weitere werden derzeit untersucht. Die Jäger-Vertreter fordern von der Bundesregierung, dass eine nationale Zertifizierungsbehörde umgehend eingerichtet wird. „Sonst verlieren wir Sumpfschildkröte, Auerwild oder Uhu. Lebensraum verbessern und Fressfeinde fangen, das ist die Zukunft des Artenschutzes in unserer Kulturlandschaft“, betonte Liebig. Den Live-Ticker des DJV zu der Veranstaltung finden Sie unter www.jagdverband.de
PM