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Jagdvorstände dürfen Jagdpachten ohne Jagdgenossen vergeben

Christian Liehner © Christian Liehner
Christian Liehner
am
Dienstag, 31.03.2020 - 12:15
Vertrag-Abschluss-Unterschrift © ©DURIS Guillaume - stock.adobe.com
Um nahtlose Verpachtunge zu ermöglichen, haben die Jagdvorstände nun zeitweise zusätzliche Befugnisse in Baden-Württemberg.

Weil die Jagdgenossenschaften aufgrund der anhaltenden Corona-Krise nicht zusammentreten können, gestattet das Land Baden-Württemberg den Abschluss von Pachtverträgen, ohne Beschluss durch die Versammlungen der Jagdgenossenschaften. Das Jagd- und Wildtiermanagementgesetz (JWMG) des Landes sieht in § 15 sonst zwingend einen Beschluss der Jagdgenossenschaft vor, wenn die Jagd an einen neuen Pächter vergeben werden soll.

Nahtlose Verpachtungen sichergestellt

Um eine nahtlose Verpachtung von Revieren mit anstehenden Pächterwechseln sicherzustellen, gilt eine Hilfsregelung: Die jeweiligen Jagdvorstände sind berechtigt Pachtverträge abzuschließen, diese sollen dann nachträglich durch die Jagdgenossenschaft genehmigt werden. Sobald es die gesellschaftliche Situation wieder gestattet, sind die die Jagdgenossenschaften aufgefordert, die ausgefallenen Versammlungen und die Beschlussfassung nachzuholen.