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Jagdverordnung tritt in Kraft

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Samstag, 19.12.2015 - 01:10
Tausende demonstrierten im Vorfeld gegen die Jagdverordnung. Foto: M. Stifter © M. Stifter
Tausende demonstrierten im Vorfeld gegen die Jagdverordnung. Foto: M. Stifter

In einer aktuellen Pressemitteilung betont die Ministerin die Notwendigkeit der Jagd, doch orientiere sich diese mit der beschlossenen Jagdverordnung (JVO) nun stärker an der Wildbiologie. Einige Änderungen wurden an dem ursprünglichen Text noch vorgenommen. Iltisse, Hermeline und Rebhühner haben zum Beispiel künftig keine Jagdzeit mehr, 2020 will man zumindest über die Wildhühner neu entscheiden. Feldhasen und Stockenten dürfen nur dann bejagt werden, wenn der Besatz ausreichend ist. Das Monitoring dafür übernimmt die Jägerschaft zusammen mit Wildbiologen der Gießener Universität. Weitere, erneut geänderte Jagdzeiten:
  • Füchse vom 15. August bis Ende Februar
  • Waschbären vom 1. August bis Ende Februar
  • Nutrias/Marderhunde/Minks vom 1. September bis Ende Februar
  • Elstern und Rabenkrähen vom 1. August bis 31. Dezember.

Ein weiterer Schwerpunkt der JVO liege auf der Überarbeitung der Jäger- und Falknerausbildung. Das alte Modell mit zwei Prüfungen im Jahr sei nicht mehr zeitgemäß gewesen. „Künftig werden bis zu zwölf Termine stattfinden“, sagte Ministerin Hinz. Da man „gut organisierte Bewegungsjagden für eine effektive und artgerechte Bejagungsform“ hält, wird künftig auch die Treffsicherheit auf sich bewegende Ziele mit der Büchse geprüft.
Der Deutsche Jagdverband sowie der Landesjagdverband (LJV) begrüßen die letzten Änderungen. Die Unterschriftensammlung, die Großdemonstration und die öffentliche Anhörung im Landtag hätten Wirkung gezeigt. Dem LJV sei es zu verdanken, dass die Jagdzeit des Rotwildes wieder vereinheitlicht wurde.
Weitere Einzelheiten aus der neuen JVO wurden bisher nicht bekannt gegeben. Der Originaltext befinde sich noch in der „redaktionellen Abstimmungsphase“, hieß es aus dem Ministerium.
PM/BS