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Jagdverein zeigt PETA an

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Montag, 06.07.2015 - 11:24
Hätten die Finder den Fund dieser kranken Fähe der Polizei gemeldet, wären ihre Welpen vermutlich nicht elendig verdurstet und verhungert. Foto: PETA © PETA
Hätten die Finder den Fund dieser kranken Fähe der Polizei gemeldet, wären ihre Welpen vermutlich nicht elendig verdurstet und verhungert. Foto: PETA

Der Fuchs wurde Anfang Mai bei Holdorf im Landkreis Vechta (Niedersachsen) entdeckt. Laut Aussagen von PETA seien die Vorderläufe des Tiers gebrochen gewesen. Ebenso hätte die Fähe Schürfwunden an Brustkorb und Maul gehabt, was beweise, dass sie eine gewisse Zeit versucht habe, sich fortzubewegen. Daraufhin packten die Finder das schwerverletzte Tier ein und brachten es über die Kreisgrenze hinaus in eine Tierklinik. Ein Veterinär schläferte Reineke schließlich ein. Neben Knochenbrüchen wären bei der Untersuchung "röntgendichte Strukturen" zu sehen gewesen. Bei diesen könnte es sich um Schrotrückstände handeln, zitiert PETA den tierärztlichen Befund. Daraufhin hat „Für Jagd in Deutschland e.V.“ (FJD) am 2. Juli bei der Oldenburger Staatsanwaltschaft Strafanzeige gestellt.
Nach Ansicht des Vereins sei eine derartige Verletzung im Brustbereich durch einen Schrotschuss tödlich gewesen. Mehrere Tierärzte hätten dies bestätigt. Daher werfen die Anzeigensteller den Tierrechtlern Volksverhetzung vor. Weiter fragt sich FJD, warum kein örtlicher Veterinär zur Behandlung des schwerstverletzten Tiers aufgesucht, sondern eine kilometerweite Strecke auf sich genommen wurde. Die Leidensdauer der (übrigens laktierenden) Fähe hätte verkürzt werden können, wodurch sich der Tatvorwurf der Tierquälerei ergebe. Auch handele es sich bei dem Vorgehen von PETA um Wilderei, da man sich dem Fuchs angeeignet und nicht die Polizei, bzw. den Jagdausübungsberechtigten informiert hätte.
BS