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Jagdverbot steht bevor

Nach Auffassung der Jägerschaft sind Jagdgatter nicht mehr zeitgemäß (Symbolbild). Foto: K.-H. Volkmar


Seit Inkrafttreten der Novelle des Landesjagdgesetzes von 1999 ist die Errichtung und Beibehaltung von Jagdgattern unzulässig. „Aus Gründen des Vertrauensschutzes“ habe man den Betreibern eine 15-jährige Übergangsfrist eingeräumt, bestehende Gehege aufzulösen, heißt es in einer Mitteilung der Regierungsfraktionen. Am 28. Oktober 2014 lief diese Frist ab, weshalb eine Beseitigungsanordnung der Jagdbehörden folgte. Die drei Eigentümer, unter anderem die Familie Bismarck, weigerten sich der Verfügung nachzukommen und legten Klage ein.
Eine Verzögerungs-Taktik durch den Rechtsweg würde aber nichts mehr bringen, sagte Petra Bräutigam, Pressesprecherin der SPD-Landtagsfraktion. Denn vom 27. bis 29. April sei die Plenartagung angesetzt, anschließend werde das Gesetz in Kraft treten und die Gatterjagd wäre somit illegal. Da man ohnehin die Mehrheit der Stimmen habe, werde das Verbot sicher kommen, so Bräutigam.
Das ist jedoch nicht die einzige Änderung. Beispielsweise sollen auch das Mauswiesel und das Hermelin nicht mehr bejagt werden dürfen. Dadurch wäre auch die Jagd auf den Marder mit Totschlagfallen, die gerade in Schutzgebieten unverzichtbar sei, faktisch nicht mehr möglich, sagte Andreas Schober, Geschäftsführer des Landesjagdverbandes. Hingegen positiv für Landwirte und Jäger ist, dass das geplante Betretungsrecht von abgeernteten oder noch nicht bestellten Feldern nicht kommen wird.
MH