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Jagdverbot nach Jagdunfall

Nach Willen des italienischen Umweltministers Sergio Costa, soll künftigt am Sonntag nicht mehr gejagt werden (Symbolbild).


Am vergangenen Sonntag (30.09.2018) kam es in Ligurien (Italien) zu einem tragischen Jagdunfall. Bei der Bejagung von Schwarzwild hatte ein 29-jähriger Jäger einen jungen Mann mit einem Wildschwein verwechselt und erschossen. Ob das Opfer mit seinem Hund in den Wäldern wanderte oder selbst auf der Jagd war, da bei dem Opfer eine Jagdwaffe sowie Munition gefunden wurden, ist nun Gegenstand der Ermittlungen.

Sonntagsjagdverbot gefordert

Der italienische Umweltminister Sergio Costa nahm diesen tragischen Unfall zum Anlass, ein Sonntagsjagdverbot zu fordern. Auf seiner Facebook Seite rief Costa die regionalen Regierungen dazu auf, ein sofortiges Jagdverbot am Sonntag umzusetzen, solange eine landesweite Regelung noch in Arbeit sei. Besonders am Wochenende seien viele Wanderer und Pilzsammler in den Wäldern und Bergen unterwegs und sie hätte ein Recht, „die Natur zu genießen, ohne ihr Leben zu risikieren“, so Costa. Besonders Tierrechtsgruppierungen und Jagdgegner unterstützen diese Forderung. Ein regionaler Politiker wirft den Tierrechts-Gruppen nun vor, diesen tragischen Unfall für eigene Zwecke zu missbrauchen.

Hohe Schwarzwildbestände

Die Schwarzwildbestände sind in Italien massiv angestiegen. Laut dem "telegraph.co.uk", erhöhte sich der Bestand in den letzten zehn Jahren von 600.000 auf mindestens eine Millionen Wildschweine. Immer wieder gibt es in Italien hitzige Debatten über die zu hohen Wildschäden und geeignete Maßnahmen zur Regulierung des Bestandes. KF


Kathrin Führes geboren in Lingen, Jagdschein seit 2014, hat nach dem Abitur Forstwissenschaft an der TU München studiert und ist nun seit 2015 bei der PIRSCH.
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