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Jagdverbot für 3 Monate

Wildernder Hund? Vor Gericht zählen nur Beweise (Symbolbild). Foto: W. Nagel


Bereits im Vorfeld der Gerichtsverhandlung gab ein 60-jährige Waidmann zu, im Juni 2015 einen Hund erschossen zu haben. Nach Ausführungen des Jägers jedoch nicht grundlos. Vor dem Amtsgericht erklärte er erneut, den Vierbeiner deshalb getötet zu haben, da er mit einem Artgenossen gewildert hätte.
Der vorsitzende Richter Manfred Thiemontz sah dies anders: Das Tier sei ohne vernünftigen Grund getötet worden. Auch sei der Angeklagte nicht für diese spezielle Form des Jagdschutzes zuständig gewesen. Letzteres war jedoch nicht entscheidungsrelevant, sagte Gerichtsdirektor Matthias Brandt im Gespräch mit der Redaktion. Das Gericht verhängte eine Geldstrafe in Höhe von 1.800 Euro (30 Tagessätze zu je 60 Euro) und untersagte dem 60-Jährigen für drei Monate die Jagd. Das Jagdverbot begründete der Richter mit dem § 41 a BJagdG, da der Jäger im Zusammenhang mit der Jagdübung eine Straftat beging. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
MH