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Jagdverband drehtden Spieß um

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Mittwoch, 21.11.2012 - 15:06
Dr. Erhard Jauch, Hauptgeschäfts-<br>führer des Landesjagdverbands Baden-Württemberg. Foto: LJV © LJV

In der jüngst erschienenen Pressemitteilung wird deutlich, dass der Verband die bevorstehenden Änderungen nicht als Bedrohung, sondern viel mehr als Chance sehen will, eigene Interessen gesetzlich durchzusetzen. "Hierbei geht es uns vor allem um Inhalte, die bisher nicht oder nicht in dieser Form jagdrechtlich geregelt sind", teilte der Hauptgeschäftsführer des LJV, Dr. Erhard Jauch, gegenüber der Redaktion mit.
Die Jägerschaft fordert unter anderem neben der Abschaffung der Rotwildgebiete, die Abschaffung der Jagdsteuer, die Einführung einer Wildschadensausgleichskasse, und die Aufhebung der Ersatzpflicht für Wildschäden in Weinbergen und bei Energiepflanzen. Weiter sollen Schwarzwildübungsgatter, die Ausbildung an der lebenden Ente sowie Schliefanlagen aus Tierschutzgründen ausdrücklich zugelassen werden. Auch müsse man die Liste der dem Jagdrecht unterliegenden Tiere erweitern (z.B. Waschbär, Marderhund, Elstern, Krähen) und die Jagdzeiten verschiedener Wildarten anpassen.
Der LJV wirkt zusammen mit Landwirten, Grundeigentümern und Natur- und Tierschützern bei einem Beteiligungsverfahren des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz mit, dass im Oktober 2012 begonnen hat. Die Ergebnisse des Verfahrens bilden die Grundlage eines Referentenentwurfs.
BS