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Jagdunfall: Verirrtes Projektil trifft Anwohner

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Kathrin Führes
am
Mittwoch, 29.07.2020 - 08:43
Jagdwaffe-im-Sommer © Jannick - stock.adobe.com
Der Schuss traf einen Anwohner an der Hüfte.

In Westervesede (Niedersachsen) kam es am Dienstagmorgen gegen 7.30 Uhr zu einem Jagdunfall. Wie die Polizei Rotenburg berichtet, hatte ein Rentner gerade den Anbau (Heizungsraum) seines Wohnhauses betreten, als er einen lauten Knall vernahm. Geschockt stellte der Mann fest, dass er im Bereich der Leiste blutete. Ein Rettungswagen brachte den verletzten Senior zur Behandlung in ein Krankenhaus. Die Rotenburger Kriminalpolizei konnte bei der Tatortaufnahme ein "Projektil" in der Wand des Anbaus sicherstellen. Dieses soll laut Experten des Landeskriminalamtes Niedersachsen aus einer Jagdwaffe stammen.

Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet

Erste Ermittlungen ergaben, dass ein Jagdausübungsberechtiger mit Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen durch eine Schussabgabe für die „unbeabsichtigten Verletzungen“ verantwortlich sein dürfte. Wie ein Polizeisprecher gegenüber der Redaktion mitteilte, bestätigte der Jäger gegenüber den Beamten, zum fraglichen Zeitpunkt geschossen zu haben. Der Waidmann zeigte sich bei der Befragung "kooperativ", wollte sich aber nicht näher zu dem Vorfall äußern. Der Mann überließ der Polizei seine Waffe und Munition zur weiteren Untersuchung. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist bislang unklar. Es wurde daher ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.

Entgegen erster Berichte wurde der Rentner deutlich schwerer verletzt. Er befindet sich derzeit noch zur weiteren Behandlung im Krankenhaus.


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