Home News Jagdunfall: Sachse wegen Fehlschuss verurteilt

Jagdunfall: Sachse wegen Fehlschuss verurteilt

Ein Traktorfahrer wurde bei der Maisernte von einem Projektil getroffen (Symbolbild).


Das Amtsgericht Dippoldiswalde (Sachsen) hat einen Jäger zu einer Geldstrafe verurteilt – Jagdschein und Waffe bekommt er nicht zurück. Im September 2017 saß der Waidmann (70), der bereits seit knapp 50 Jahren Jäger ist, während laufender Erntearbeiten auf einem Hochsitz an. Vor ihm ein leicht ansteigender Maisacker.

Als Wildschweine aus dem Acker austraten, schoss der Jäger, in der Erwartung das ansteigende Feld werde das Projektil abfangen. Doch der Schuss verfehlte nach dem Gerichtsbericht der „Sächsischen Zeitung“ nicht nur das Wildschwein, sondern durchschlug mehrere Bahnen Mais und traf einen Traktorfahrer in den linken Fuß. Die Untersuchungen der Staatsanwaltschaft ergaben zweifelsfrei, dass das Geschoss aus der Waffe des nun verurteilten Jägers stammte.

Glück im Unglück: Keine bleibenden Schäden

Der verletzte 43-jährige Landwirt hatte Glück im Unglück, Knochen und Sehnen blieben unbeschädigt, die Geschosssplitter mussten operativ entfernt werden. Der Jäger wurde wegen fahrlässiger Körperverletzung zu einer Strafzahlung von 2400 Euro verurteilt, hinzu kommen die Gerichtskosten. Die Entschädigung für den verletzten Landwirt übernahm die Versicherung des Jägers. CL


Christian Liehner Redaktionsvolontär bei den dlv-Jagdmedien. Aufgewachsen am Bodensee. Jagdschein während des Studiums der Politikwissenschaft und Geschichte in Freiburg.
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