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Jagdunfall in Nittenau: Jäger nach tödlichem Schuss vor Gericht

Jaeger-bei-Maisfeld © Derkie - stock.adobe.com

Bei einer Maisjagd geschah der tödliche Unfall. Der angeklagte Jäger muss sich nun vor Gericht verantworten (Symbolbild).


Nach dem tödlichen Jagdunfall in Nittenau (wir berichteten) steht der angeklagte Jäger ab heute in Amberg vor Gericht. Dem Mann wird vorgeworfen, dass er bei einer Maisjagd ohne ausreichend Kugelfang von einem Kanzelaufbau auf seinem Traktor eine Sau in Richtung der B16 beschossen hat und dabei einen Beifahrer tödlich traf.

Wie die Staatsanwaltschaft mitteilt, habe der Angeklagte innerhalb von fünf Minuten mindestens zehn Schüsse aus seiner Selbstladebüchse auf flüchtige Sauen abgegeben. Bei mindestens einem der Schüsse habe der Mann in Richtung der B16 gezielt. "Das Projektil dieses Schusses durchschlug nicht ausschließbar weiches Gewebe eines der Wildschweine, wobei es allerdings nicht wesentlich in seiner Flugbahn abgelenkt wurde und seine kinetische Energie nicht wesentlich verringert wurde", so die Anklageschrift. Der 47-jährige Beifahrer erlitt einen Lungendurchschuss sowie innere Blutungen, die dann zu einem Tod führten.

Angeklagter war als Jagdleiter im Einsatz

Der 46-jährige Jäger war bei der Maisjagd als Jagdleiter im Einsatz, so die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft. Seine Benelli Selbstladebüchse wurde beschlagnahmt. Für den Prozess sind fünf Verhandlungstage angesetzt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Jäger fahrlässige Tötung vor.


Kathrin Führes geboren in Lingen, Jagdschein seit 2014, hat nach dem Abitur Forstwissenschaft an der TU München studiert und ist nun seit 2015 bei der PIRSCH.
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