Home News Jagdunfall: Jäger in Bachbett abgestürzt

Jagdunfall: Jäger in Bachbett abgestürzt

Die Bergwacht versorgte den Jäger notfallmedizinisch, bevor er ins Krankenhaus kam.


Ein Gamsjäger stürzte am 15. Dezember nach einer erfolgreichen Jagd im Lattengebirge (Landkreis Berchtesgadener Land/ Bayern) über einen Steilhang in ein tiefes Bachbett ab. Der 53-Jährige rutschte auf glattem, zugeschneiten Laub aus und fiel über mehrere Felsstufen über 30 Meter in die Tiefe. Per Handy verständigte er Angehörige, dass er verletzt im Bach gelandet sei. Drei Familienangehörige stiegen zu dem Verletzten auf und halfen ihm mehr als eine Stunde durch das schwierige Gelände, wobei sie die erlegte Gams weiter mit sich trugen. Eine professionelle Rettung lehnte der Jäger zunächst ab.

Jäger in Krankenhaus gebracht

Die Bergwacht rät aber grundsätzlich von selbst organisierten Rettungen ab, wie ein Sprecher gegenüber der Redaktion bestätigte. Die Gefährdung für die Helfer sei sehr hoch gewesen, zudem habe die Aktion unnötig lange gedauert. Denn erst später entschied sich die Gruppe doch noch den Notruf abzusetzen. Die Bergwacht, die kurz darauf erschien, untersuchte den Verunglückten, der sich unter anderem eine Brustkorbverletzung zugezogen hatte. Ein Krankenwagen brachte den Jäger in die Kreisklinik Bad Reichenhall.


Christian Liehner Redaktionsvolontär bei den dlv-Jagdmedien. Aufgewachsen am Bodensee. Jagdschein während des Studiums der Politikwissenschaft und Geschichte in Freiburg.
Thumbnail