Home News "Jagdunfall" bei Erntejagd: Jäger von Rehbock schwer verletzt

"Jagdunfall" bei Erntejagd: Jäger von Rehbock schwer verletzt

Rehbock-zustehend © Erich Marek
Ein flüchtender Rehbock verletzte einen abgestellten Jäger (Symbolbild).

Während einer Erntejagd in der Nähe von Dingolfing (Bayern), kam es am vergangenen Samstag zu einem „Jagdunfall“. Wie eine Augenzeugin gegenüber unserer Redaktion berichtet, wurde ein Maisfeld während der Ernte von mehreren Jägern umstellt. Ein Stück Rehwild wurde durch den Häcksler aufgeschreckt und flüchtete in flottem Tempo aus dem Mais.

Der Rehbock sprang dabei über einen Jäger, der unweit des Maisfeldes saß. Der 63 Jahre alte Waidmann versuchte sich noch zu ducken, doch in diesem Moment nahm der Rehbock sein Haupt nach unten. Mit seinem Gehörn traf der Bock die Ohrmuschel und den Gehörgang des Jägers.

Erstversorgung durch anwesende Jägerin

Laut der Augenzeugin, kippte der Jäger, durch den Aufprall schwer getroffen, rückwärts um und rief nach Hilfe. Bei der Erstversorgung durch eine anwesende Jägerin, verlor der Verletzte das Bewusstsein. Er wurde mit einem Rettungswagen ins nächstgelegene Krankenhaus gebracht und schwebte nicht in Lebensgefahr. Die informierte Rettungsleitstelle verständigte die Polizei, welche den Vorfall vor Ort begutachtete.

Der anwesende Beamte entgegnete im Gespräch mit der Redaktion, dass sie in so einem Fall immer ausrücken müssten, um ein Fremdverschulden ausschließen zu können. Es wäre dabei nicht relevant, ob es sich um einen Vorfall im Rahmen der Jagdausübung handle. Die Polizeibeamten mussten in diesem Falle nicht handeln, da die Verletzung eindeutig auf das Gehörn des Rehbocks zurückzuführen waren. Der Rehbock flüchtete unverletzt. 


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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