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Jagdunfälle in Thüringen: Neue Erkenntnisse

Erhöhte Stände sind bei Erntejagden Voraussetzung für die Sicherheit (Symbolbild).


Die Ermittler der beiden Jagdunfälle, die sich im Juli in Thüringen ereigneten, haben erste Erkenntnisse gewonnen. Im Falle des durch einen Schuss verletzten Mädchens steht mittlerweile zweifelsfrei fest, mit welcher Waffe geschossen wurde. Das Kind erlitt durch eine Kugel, die auf einer Erntejagd abgegeben wurde, einen Durchschuss.

Die Waffe gehöre einem 31-jährigen Jungjäger, der seit 2016 den Jagdschein hat. Gegen ihn wird jetzt wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. Außerdem wird überprüft, ob der Ansteller und der Jagdpächter den Täter richtig eingewiesen haben. Gegebenenfalls tragen sie eine Mitschuld. Laut Staatsanwaltschaft wird nun noch die DNA des verletzten sechsjährigen Mädchens mit der auf dem Projektil gefundenen DNA verglichen. Dies kann noch Monate dauern. 

Getöteter Jäger - Schütze steht fest

Im Falle des Jägers, der im Rahmen einer Erntejagd im Kreis Saalfeld-Rudolstodt getötet wurde, bestätigte die Staatsanwaltschaft, dass der zu Tode gekommene 56-Jährige seinen Stand verlassen hat. So geriet er ins Schussfeld eines Mitjägers. Die Staatsanwaltschaft entgegnete gegenüber der Redaktion, dass der Verstorbene ein erfahrener Jäger war. Das Ergebnis der ballistischen Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen. Der mutmaßliche Schütze, auf den die Ermittlungen mittlerweile eingegrenzt sind, ist ein 28-Jähriger, der seit 2013 den Jagdschein hat. 


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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