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Jagdunfälle: Ermittlungen dauern an

Die Polizei sucht immer wieder intensiv nach möglichen Spuren auf den Feldern neben der Unglücksstelle.


Auch Wochen nach dem Unglück in Nittenau (Bayern), bei dem ein Mann ums Leben kam, ermittelt die Polizei noch intensiv. Ein Mann wurde durch ein Geschoss, das ihn durch das Beifahrerfenster des Autos traf, tödlich verletzt. In der Nähe fand eine Maisjagd mit mehreren Schützen statt. 

Die Polizei hat gestern erneut die Umgebung und die mittlerweile abgeernteten Maisfelder abgesucht. Gegenüber der Redaktion sagte ein Pressesprecher der Polizei: „Es wird immer noch nach möglichen Spuren und z.B. auch Hülsen oder möglichen Abprallstellen gesucht. Zwar entstammt das Geschoss aller Wahrscheinlichkeit nach aus einer Jagdwaffe, allerdings wird dennoch in alle Richtungen ermittelt."

Zwar wurden viele Waffen sichergestellt, mittlerweile seien aber nur noch wenige Gegenstand der Ermittlungen. Um was für ein Kaliber und um welche Art von Geschoss es sich handelte, gibt die Polizei zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht an.

Jagdunfälle in Thüringen: Keine bleifreie Munition!

Durch die zunehmende gesetzliche Verpflichtung zur bleifreien Munition und der großen Zahl an Jagdunfällen in diesem Jahr, stellt sich die Frage, ob dies womöglich auf die Verwendung von bleifreier Munition auf Grund eines anderen Abprallverhaltens zurückzuführen ist.

In Thüringen waren im Juli binnen weniger Tage gleich zwei Unfälle im Zusammenhang mit Erntejagden geschehen. Ein Mädchen wurde von einem Geschoss getroffen und ein Jäger verstarb auf einer Erntejagd durch eine Schussverletzung.
Auf Nachfrage der Redaktion kann sicher mitgeteilt werden, dass bei beiden Jagdunfällen in Thüringen mit bleihaltiger Munition geschossen wurde.


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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