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Jagdstrecken im Forst gesunken

Sieht sich auf einem guten Weg: Die Forstverwaltung im Freistaat Sachsen. Foto: SachsenForst


„Sachsenforst kann für das Jubiläumsjahr der Nachhaltigkeit eine positive Bilanz ziehen“, sagte Minister Kupfer. „Der Staatsbetrieb hat vom positiven Holzmarktumfeld profitiert. Aufgrund der guten Ertragslage war Sachsenforst in der Lage, beim notwendigen Waldumbau weiter voranzukommen. Nur durch das hohe Engagement aller Mitarbeiter sowie aufgrund der guten Kooperation mit zuverlässigen Partnern und forstlichen Dienstleistern waren diese hervorragenden Ergebnisse möglich“. Soweit die Jubelmeldung.
Unterfüttert ist sie mit Zahlenmaterial, das diese Sicht der Dinge stützen soll. Das Jagdwesen spielt dabei eine eher untergeordnete Rolle, wenn gleich man ihr eine wichtige Bedeutung zumist: "Jagd – ein Instrument des Waldbaus" ist die Grafik im Bericht betitelt, aus der hervorgeht, dass die Schalenwildstrecke bei "SachsenForst" im Jagdjahr 2013/2014 gesunken ist. Demnach wurden 1.591 Stück Rotwild, 3.553 Sauen und 8.090 Stück Rehwild erlegt. Während dies beim Rotwild ein nur ein leichtes Minus bedeutet sind es beim Reh- und beim Schwarzwild jeweils rund 1.000 Stück weniger als im Vorjahr.
Mit knapp 200.000 Hektar bewirtschaftet der Staatsbetrieb nur etwa 13 Prozent der Jagdfläche des Freistaats. Darauf werden jedoch im Vergleich zur jeweiligen Vorjahresstrecke in ganz Sachsen rund zwei Drittel des Rotwildabschusses und immerhin ein Drittel des Rehwildabschusses getätigt während man beim Schwarzwild auf nur rund 15 Prozent Anteil an der Landesstrecke kommt.
Interessantes Detail am Rande: Bei der Bejagung des Rehwildes setzt SachsenForst verstärkt auf Bewegungsjagden: Rund 27 Prozent der Strecke wurden dabei erzielt; ein Plus von 12 Prozent gegenüber dem Jagdjahr 2009/2010. "Bewegungsjagden – eine effiziente Jagdmethode" steht folgerichtig über der dazugehörigen Grafik im Bericht. Auf den zweiten Blick hat jedoch auch die "Gegenrechnung ihren Reiz": Rund Dreiviertel der Rehwildstrecke werden bei SachsenForst durch einzeln jagende Jäger erbracht.
PM/JMB