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Jagdstrecke: So viel Rehwild in Deutschland erlegt wie noch nie

Kathrin Führes © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Sonntag, 30.01.2022 - 15:58
Rehboecke-erlegt © Erich Marek
Im Jagdjahr 2020/ 2021 gab es ein Rekordhoch beim Rehwild.

Das Jagdjahr 2020/2021 stand ganz im Zeichen der Corona-Pandemie. Lockdown und Ausgangsbeschränkungen machten die Jagdausübung nicht leicht – viele Gesellschaftsjagden blieben aufgrund des hohen Planungsaufwands und der unsicheren Lage auf der Strecke. Das macht sich auch in den Streckenzahlen bemerkbar.

Fasanenstrecke deutlich eingebrochen

Speziell die ausgefallenen Niederwildjagden schlagen in den Jagdstrecken der Bundesländer zu Buche. So wurden beispielsweise nur 145.273 Hasen (84.664 weniger als im Jahr zuvor), 303.207 Wildtauben (66.345 weniger als im Jahr zuvor) und 218.660 Wildenten (77.222 weniger als im Jagdjahr 2019/2020) geschossen. Noch drastischer zeigte sich der Streckenrückgang beim Fasan. Dort schrumpfte die Strecke um mehr als die Hälfte von 108.078 im Jagdjahr 2019/2020 auf 52.195 Fasane in der Saison 2020/2021.

Jäger erlegen weniger Schwarzwild

Einen Streckenrückgang gab es im Jagdjahr 2020/2021 ebenfalls beim Schwarzwild zu verzeichnen. Insgesamt lag die Strecke bei 687.581 Schwarzkitteln (ein Rückgang um 194.650 Stück). Hier lässt sich wohl als Grund eine Kombination aus ausgefallenen Gesellschaftsjagden, Jagdverboten aufgrund des ASP-Ausbruchs sowie einer Eichen- und Buchenmast und damit verbunden weniger Anlauf an die Kirrungen anführen. Leichte Streckenrückgänge sind auch beim Damwild und Rotwild zu verzeichnen.

Beim Muffelwild konnte zwar eine Streckensteigerung erzielt werden, jedoch gibt dies nur bedingt Anlass zur Freude. Es zeichnet sich deutlich ab, dass in den Bundesländern in denen Wölfe vermehrt vorkommen, die Muffelstrecke einbricht. Es bleibt abzuwarten, was mit dem Muffelwild passiert, wenn sich Wölfe in Deutschland noch stärker ausbreiten.

Rehwild auf Rekordhoch

Eine tatsächliche Rekordstrecke konnte jedoch beim Rehwild verzeichnet werden. Nie zuvor wurden in Deutschland soviele Rehe erlegt, wie im vergangenen Jagdjahr. Um 59.508 Stücke wurde die Strecke auf 1.285.563 Rehe gesteigert. Ein Einbruch der Strecke ist in den kommenden Jahren nicht zu erwarten.


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