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Auf Jagdsteuer verzichtet

Haselünner Jäger bringen Wildwarner an: Ihr ehrenamtlicher Beitrag wird jetzt belohnt. Foto: Michael Steuter


Das platte Land an Ems und Hase gelegen, hatte früher kaum etwas zu bieten. Lediglich der Torfabbau sorgte für ein wenig Wirtschaft. Die Niederung im nordwestlichen Deutschland wurde deshalb auch als das "Armenhaus Deutschlands" bezeichnet. Mittlerweile werden aber bei der Meyer-Werft die dicksten Weltmeerkreuzer gebaut und "Krone" stattet europaweit Landwirte mit Anhängern und Maschinen aus. Ein Atomkraftwerk sorgt für Energie und besonders eine bestimmte Generation erinnert sich bei dem Stichwort "Apfelkorn" an die Region.
Unternehmen, die durch ihre Gewerbesteuern kräftig Geld in die Kreiskasse spielen. Deshalb könne man auf die fast 300.000 Euro, die durch die Jagdsteuer einfließen, verzichten, heißt es aus Reihen der CDU und der Verwaltung. Zudem seien die Jäger anerkannte Naturschützer. Doch sobald sich die finanzielle Lage ändere, würde man die Zahlungen wieder einfordern. Die "Meppener Tagespost" schrieb, dass die Steuer-Aussetzung erst durch den Druck der Jägerschaft beschlossen wurde. Diese habe nämlich angedroht, sich künftig nicht mehr um die Fallwildentsorgung zu kümmern, so lange die Steuerpflicht besteht.
BS

 


Benedikt Schwenen ist seit 2011 bei den dlv-Jagdmedien. Der gebürtige Emsländer beschäftigt sich überwiegend mit aktuellen und jagdpolitischen Themen.
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