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Jagdsteuer-Streit: Unfallwild bleibt liegen

Im Landkreis Uelzen künftig ein häufiger Anblick? Jäger wollen verunfalltes Wild - hier ein Hase - nicht mehr entsorgen. Foto JMB


Im Landkreis Uelzen eskaliert der Streit um die Jagdsteuer: Die Jäger weigern sich ab sofort, so der Beschluss des KJS-Vorstandes, das bei Verkehrsunfällen getötete Wild von den Straßen zu entsorgen. Er empfiehlt den Jagdausübungsberechtigten, "auf die Aneignung zu verzichten".
Die KJS hatte im September den Antrag gestellt, die Jagdsteuer jährlich schrittweise zu verringern und schließlich ganz abzuschaffen. Nach Rechnung des Vorstandes erbringen die Jäger bei jährlich 900 Wildunfällen eine Leistung von rund 135.000 Euro.
Landrat Theodor Elster sieht durch die Abschaffung der Jagdsteuer nicht nur Einnahmeverluste von 125.000 Euro, sondern auch Mittelkürzungen des Landes von weiteren 125.000 Euro. Nur bei einem strikten Sparkurs erhalte der Kreis drei Millionen Euro. Streiche er aber die Jagdsteuer, würden die entsprechend gekürzt. In Leserbriefen und Internetkommentaren werden die Jäger heftig kritisiert, die Jagd als teures Hobby abgetan, die Jagdsteuer als noch zu niedrig bezeichnet. PB