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Jagdschein verweigert

Verwaltungsgebäude des Müritz-Nationalparks in Hohenzieritz. Foto: HK © HK
Verwaltungsgebäude des Müritz-Nationalparks in Hohenzieritz. Foto: HK © HK

Verwaltungsgebäude des Müritz-Nationalparks in Hohenzieritz. Foto: HK

Das ÖJV-Mitglied wurde 2015 wegen mehrerer jagdgesetzlicher Verstöße verurteilt. Dem Antragsteller fehle die für die Erteilung eines Jagdscheines erforderliche Zuverlässigkeit, heißt es in der Begründung. Gegen die Entscheidung legte der Forstbeamte in einem Eilverfahren Widerspruch ein. Das Gericht wies diesen Widerspruch jedoch zurück. Es hob hervor, dass die Verstöße noch nicht derart lange zurück liegen, um die Annahme zu rechtfertigen, dass der Antragsteller durch ein beanstandungsfreies Verhalten seine Zuverlässigkeit wiedererlangt habe. Von einem Forstbeamten müsse in besonderer Weise erwartet werden, dass er die jagd- und waffenrechtlichen Vorschriften stets und vorbehaltlos beachtet, betont das Verwaltungsgericht.
Die Hintergründe der Auseinandersetzungen des Mannes mit den Behörden liegen bereits mehrere Jahre zurück. Damals war er in die Kritik geraten, weil bei Großjagden in seinem Verantwortungsbereich im Müritz-Nationalpark die Abschusspläne deutlich überschossen worden waren. Die zuständige untere Jagdbehörde hatte sich daraufhin geweigert, dies im Nachhinein zu genehmigen, was letztendlich gemeinsam mit weiteren Vorwürfen ein Ordnungswidrigkeitsverfahren nach sich gezogen hatte.

Reinhard Schneider/RJE