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Jagdoptikhersteller Noblex – unter dem Schutzschirm aus der Krise

J.-M. Bloch © Markus Werner
Josef-M. Bloch
am
Mittwoch, 01.07.2020 - 10:42
Die Zukunft im Visier: Der Optikhersteller Noblex will sich in der Krise neu aufstellen. © Thomas Bock
Die Zukunft im Visier: Der Optikhersteller Noblex will sich in der Krise neu aufstellen.

Die Noblex GmbH aus dem thüringischen Eisfeld hat beim Amtsgericht Meiningen den Antrag auf die Einleitung eines sogenannten Schutzschirmverfahrens gestellt. Das Gericht hat dem Antrag des Optikherstellers stattgegeben und gemäß den Regeln für dieses Verfahren einen vorläufigen Sachwalter bestellt. Die bestehende Geschäftsführung behalte im Rahmen des Schutzschirmverfahrens jedoch die vollständige Kontrolle heißt es dazu in einer internen Information.

Jägern ist die traditionsreiche Firma aufgrund ihrer diversen Produkte aus dem Bereich Jagdoptik bekannt. Dazu zählen Ferngläser, Reflexvisiere, Zielfernrohre und Wärmebildtechnik. Die Wurzeln des Unternehmens reichen über Analytik Jena und Docter Optik bis zu Carl Zeiss Jena und damit rund 150 Jahre zurück.

Neuausrichtung von Noblex für nach der Krise

Die Geschäftsführung bestätigte den Vorgang gegenüber der Redaktion und bekräftigte ihre Absicht, die Noblex GmbH durch dieses Verfahren gestärkt aus der derzeit großflächig spürbaren Wirtschaftskrise zu führen. Vor allem im Konsumgüterbereich verzeichne man durch die Corona-Krise, insbesondere im Export, starke Umsatzrückgänge, während die Auftragslage im Fertigungs- und Dienstleistungsbereich sehr gut sei.

Trotzdem sei absehbar, dass dieser pandemiebedingte Umsatzrückstand kurzfristig nicht ausgeglichen werden könne. Das Management habe sich daher für eine Neuausrichtung im Rahmen der Eigenverwaltung entschieden.

Sachwalter bekräftigt positive Aussichten

Die Verantwortlichen werden im Rahmen des Verfahrens den Betrieb neu aufstellen. Die Liquiditätssituation soll damit verbessert werden, um das Unternehmen langfristig in die Zukunft zu führen. Der Geschäftsbetrieb wird trotz der Antragstellung uneingeschränkt fortgeführt heißt es dazu in einer Mitteilung.

Der vorläufige Sachwalter Dr. Markus Schädler ist guter Dinge, dass dies gelingen könne:  „Das Unternehmen hat hervorragende Produkte und positive Aussichten für eine Sanierung. Alle Beteiligten stehen in einem engen Austausch. Das sind gute Voraussetzungen für die kommenden Wochen“, wird er in der Mitteilung zitiert.


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