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Jagdneid eskaliert

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Donnerstag, 26.01.2012 - 12:34
Die abgebrannte fahrbare Kanzel. Foto: Polizei © Polizei
Die abgebrannte fahrbare Kanzel. Foto: Polizei

Es geht um drei aneinander grenzende Reviere mit drei unterschiedlichen Pächtern. Der eine schießt seinem Nachbar den Brunfthirsch weg und die Geschichte nimmt ihren Lauf. Seitdem "besuchen" sich die Jäger gegenseitig nachts im Revier und beunruhigen die Wildeinstände des Nachbarn. Auch mit der Taschenlampe wird der Jagdausübende bei dem Nachtansitz belästigt. Seit einiger Zeit geht daher eine von den Pächtern ausgelöste Anzeigenflut bei der Unteren Jagdbehörde ein, berichtet der Kreissprecher Walter Thomaßen der Redaktion. Der Tatvorwurf in den meisten Fällen: Schonzeit- oder Nachtjagdverstöße. Dass sich aber an Reviereinrichtungen vergriffen wird ist neu. Die Ermittlungen wurden aufgenommen, bestätigte ein Sprecher der Euskirchener Polizei.
Überraschende Wendung: Einer der beteiligten Pächter wird sich nicht mehr zu den Vorfällen äußern. Er wurde tot in seiner Jagdhütte gefunden. Ein selbstgebauter Heizofen ließ ihn wohl an einer Kohlenmonoxidvergiftung im Schlaf ersticken. Das ist in diesem Jagdjahr bereits der vierte Jäger der auf diese Weise in die ewigen Jagdgründe überwechselt. BS