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Jagdhunde stecken in Kanalrohr fest: Feuerwehr muss sie retten

Kathrin Führes © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Sonntag, 06.02.2022 - 15:39
Bagger-im-Einsatz © Freiwillige Feuerwehr Wertheim
Ein Bagger musste zur Rettung der Hunde eingesetzt werden.

Am Wochenende wurde die Feuerwehr Wertheim (Baden-Württemberg) zu einem ungewöhlichen Einsatz gerufen. Schon am Vormittag waren zwei Jagdhunde während einer Jagd verschwunden. Die Jäger machten sich sofort auf die Suche nach den vermissten Hunden und konnte diese dank GPS-Sender grob orten. Vor Ort stellte sich dann heraus, dass die beiden Hunde vermutlich in einen rund 150 Meter langen Drainagekanal gelaufen waren, berichtet die Feuerwehr Wertheim. Durch die Kanalöffnung sei ein leises Bellen zu vernehmen gewesen. Zunächsten hätten die Waidmänner versucht, ihre Tiere selbst aus der misslichen Lage zu befreien, was jedoch nicht gelang.

Dachs-auf-Kamera © Freiwillige Feuerwehr Wertheim

Ein Dachs hatte den Hunden den Weg versperrt.

Bagger wurde zur Hilfe geholt

Die Jäger alarmierten daraufhin die Feuerwehr und eine Fachfirma mit einer Kamera zur Kanalbefahrung. Man habe vor Ort schnell festgestellt, dass man für die Rettung der Hunde größeres Gerät brauchen würde, so die Feuerwehr. Eine in der Nähe ansässige Gartenbaufirma wurde daher um Hilfe gebeten, die sich sofort bereiterklärte, die Rettung mit einem Bagger zu unterstützen.

Dachs versperrte Hunden den Weg

Bei der Befahrung des Kanals fand man in circa 25 Meter Tiefe einen Dachs, welcher den beiden Hunden wohl den Weg versperrte. Da der Kanalverlauf nur schwer zu finden war, wurde der Boden an mehreren Stellen aufgegraben, um das Rohr zu finden, so die Feuerwehr weiter. Es gelang jedoch, den Kanal direkt bei den Hunden freizulegen und zu öffnen. Dabei sei dann auch klar geworden, warum die Hunde nicht in die andere Richtung laufen konnten: Durch einen Versatz der Röhre sei der Durchgang für die beiden Hunde zu eng gewesen. Die Jagdhunde konnten ihren Besitzern wohlbehalten übergeben werden.


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