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Jagdhunde auf Katze gehetzt: Hundeführer vor Gericht

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Kathrin Führes
am
Mittwoch, 02.12.2020 - 17:04
Katze-im-Wald © rasa - stock.adobe.com
Die Hunde sollen auf eine weiße Katze gehetzt worden sein (Symbolbild).

Bereits im Jahr 2018 sorgte ein Video für Entsetzen in der Jägerschaft. Die Aufnahmen, welche unter anderem über Whatsapp verbreitet wurden, zeigten, wie Jagdhunde auf eine weiße Katze gehetzt werden. Eine männliche Stimme feuerte die Hunde immer wieder an. Nun hat der Prozess gegen den Hundeführer begonnen.

Schaden für das Image aller Jägerinnen und Jäger

Vor dem Amtsgericht Simmern muss sich der Angeklagte wegen Verstoß gegen § 17 des Tierschutzgesetzes verantworten. Anzeige gegen den 31-Jährigen hatten damals unter Anderem der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz sowie der Deutsche Jagdverband erstattet. Die beiden Verbände hatten in einer Pressemitteilung die Tat aufs Schärfste verurteilt. „Die im Video veröffentlichte Sequenz stellt einen groben Verstoß gegen den Tierschutz dar und schadet dem Image aller Jägerinnen und Jägern. Zudem wirft es ein gänzlich falsches Licht auf alle Hundeführerinnen und -führer mit ihren vierbeinigen Jagdhelfern. Solch ein Verhalten wird von den Jagdverbänden nicht toleriert“, so der Landesjagdverband in der Pressemitteilung.

Dem Mann wurde vorgeworfen, dass er eindeutig die Möglichkeit gehabt hätte, einzugreifen und die Katze vor seinen Hunden zu schützen. Stattdessen feuerte er seine Tiere weiter an und filmte dabei das Ganze. Vor Gericht schwieg der Angeklagte bislang. Mittels Gutachten will das Gericht nun rausfinden, ob die Stimme im Video tatsächlich die des 31-jährigen Hundeführers ist. Dem jungen Mann droht eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren.


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