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Jagdhund zerquetscht

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Mittwoch, 29.04.2015 - 02:00
In diesem Fahrzeug befanden sich die beiden Hunde. Foto: R.B. © R.B.
In diesem Fahrzeug befanden sich die beiden Hunde. Foto: R.B.

Nicht Reh- sondern Rotwild: Dieser Hirsch wurde getötet. Foto: R.B.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde auf der A 5 ein Stück Rotwild überfahren. Die Beamten räumten das Tier von der Fahrbahn hinter die Leitplanke. Fälschlicherweise wurde der mittelalte Hirsch wenig später in einer Mitteilung der Polizei mit einem Stück Rehwild verwechselt. Gegen sechs Uhr morgens informierten die Beamten den Jagdpächter Ralf B. und baten ihn, das Stück zu bergen. Eine Stunde später erreichte er die Unfallstelle. Mit eingeschalteter Warnblickleuchte parkte der Jäger sein Fahrzeug auf dem Standstreifen und verließ mit Warnweste den Wagen, um nach dem Kadaver zu suchen.
Plötzlich prallte nahezu ungebremst ein Kleintransporter in das stehende Fahrzeug. Zum Zeitpunkt der Kollision befanden sich seine Jagdhunde im Auto. „Die Hunde waren in einer Box auf der Rücksitzbank. Die 8-jährige Kleine Münsterländerin (KLM) wurde durch die Wucht des Aufpralls aus dem Fahrzeug geschleudert. Die etwa ein Jahr alte Schwarzwälder Schweißhündin wurde im Fahrzeug eingequetscht“, berichtete deren Führer. Umgehend habe er versucht, die verstörte Münsterländerin einzufangen, um die beiden Hunde so schnell es ging in die Tierklinik zu bringen. Noch vor der Klinik verendete die Schweißhündin an den schweren inneren Verletzungen. Der KLM musste mehrere Tage beim Tierarzt versorgt werden.
Der Pächter blieb unverletzt, der Fahrer des Kleintransporters erlitt leichte Blessuren, die ärztlich versorgt werden mussten. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden. B. sagte abschließend, dass derartige Bergungen oder Nachsuchen nicht ungefährlich seien: „Das ist ein Dienst für die Allgemeinheit, den wir da verrichten. Die Gefahr wird oft unterschätzt.“
Inwieweit der Jäger alles richtig gemacht wird momentan von der Polizei geklärt.
MH