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Jagdhund vergiftet: Deutsch Drahthaar mit Giftködern getötet

Phil Kahrs © Phil Kahrs
Phil Kahrs
am
Mittwoch, 25.05.2022 - 17:29
Gersonde-Asko © Eckhard Gersonde
Der Jagdhund wies eine große Menge Tabletten in seinem Erbrochenen sowie in seinem Magen auf.

In Niedergörsdorf im Ortsteil Altes Lager, Brandenburg, ist am 15. April ein Jagdhund mit Giftködern getötet worden. Das berichtete nun die „Märkische Allgemeine“. Der vier Jahre alte Drahthaarrüde sei plötzlich im Garten seines Besitzers zusammengebrochen und gestorben. Ursächlich dafür sollen Giftköder sein.

Auf Nachfrage der Redaktion gab der Besitzer des Hundes, Eckhard Gersonde, an, dass er annehme, dass sein „Asko“ von Fremden vergiftet worden sei. Zum Tatzeitpunkt seien weder er noch seine Frau zu Hause gewesen. Der Jäger habe von seinen Nachbarn einen Anruf bekommen, dass sein Hund im Gartenteich ertrunken wäre. „Das konnte ich gar nicht glauben, der Hund ist voll ausgebildet, also auch für die Wasserarbeit“, bekräftigt Eckhard Gersonde. Durch die Nachbarin alarmiert, sei er umgehend nach Hause gefahren.

Nachbarin findet Jagdhund

Vor Ort habe die Nachbarin ihm den Vorfall geschildert: Sie hätte den Hund am Teich würgen hören und kurz darauf, wie er in den Teich gefallen wäre. Daraufhin wäre sie mit ihrem Mann zum Teich gelaufen, um den Hund gegebenenfalls zu retten. Am Teich hätten sie den Hund im Wasser um sein Leben kämpfend vorgefunden. Es wäre ihnen gelungen, den Hund aus dem Wasser zu ziehen. Da der Hund bereits leblos erschien, hätten die Nachbarn mit Reanimationstätigkeiten versucht, den Hund zu retten. Ohne Erfolg.

Als Eckhard Gersonde zu Hause eintraf, habe er einen großen Haufen Erbrochenes in seinem Carport vorgefunden, erklärt er. Darin befanden sich neben Gras und Kiefernnadeln hauptsächlich Würstchenstücke und zahlreiche Tabletten. Durch die merkwürdigen Todesumstände seines Hundes alarmiert, kontaktierte er umgehend den Tierarzt sowie die Polizei. Der Tierarzt untersuchte den Hund und habe den Magen des Tieres völlig leer vorgefunden. Lediglich einzelne Tabletten hätten sich noch im Inneren befunden. Der Tierarzt habe die Leber entnommen. Diese und eine Probe des Erbrochenen seien an ein Münchner Labor zur toxikologischen Untersuchung geschickt worden. Das Ergebnis steht noch aus.

Giftköder auf Grundstück geworfen

Eckhard Gersonde vermutet, dass jemand vom angrenzenden Skate-Park aus die Giftköder auf sein Grundstück geworfen habe. Sein Drahthaar habe diese dann vom Boden gefressen. Dafür würden das Gras und die Kiefernadeln sprechen, meint er. Die Reaktion auf das Gift habe beim Hund großen Durst ausgelöst, weshalb des Tier an den Teich zum Saufen gegangen sei, vermutet Eckhard Gersonde. Dass das Tier dort seinen Durst stillt, wäre in der Vergangenheit normal gewesen. Zudem habe das Gift beim Tier einen Krampfanfall ausgelöst. Bei der Ankunft von Eckhard Gersonde kurz nach dem Vorfall wäre sein Hund bereits völlig steif gewesen.

Die Polizei habe ebenfalls Proben des Tieres mitgenommen. Eckhard Gersonde hat Anzeige wegen Sachbeschädigung erstattet. Die Polizei dürfte aber auch wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermitteln.


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