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Jagdhund in Rohr eingeschlieft: Münsterländer muss befreit werden

Eva Grun mit Drahthaar. © Laura Grun
Eva Grun
am
Donnerstag, 20.08.2020 - 16:55
Muensterlaender-Kanal © Werner Pietschmann
Nach rund fünf Stunden konnte die Kleine Münsterländer-Hündin befreit werden.

Am vergangenen Dienstag haben die Freiwillige Feuerwehr Buch am Forst sowie das THW Bad Staffelstein und Coburg eine Kleine Münsterländer-Hündin aus einem Kanalrohr gerettet. Wie Werner Pietschmann, Jäger und Besitzer des Hundes, gegenüber der Redaktion erzählt, hatte er zuvor mit seinen beiden Jagdhunden ein Maisfeld nahe Buch am Forst (Kreis Lichtenfels, Bayern) auf mögliches Schwarzwild kontrolliert. Diese machten jedoch einen Dachs hoch und verfolgten ihn. Der Dachs schliefte kurz darauf in ein Kanalrohr mit einem Durchmesser von etwa 40 Zentimetern ein. Die ältere KlM-Hündin lag vor, die jüngere und noch nicht vollausgewachsene Hündin „Franzi“ war dem Dachs ins Rohr gefolgt. „Das war ein Schock für mich“, so Pietschmann.

Jagdhund-Rettung © Werner Pietschmann

Bei Rettung halfen die örtliche Feuerwehr sowie zwei Technische Züge des THW und ein privates Unternehmen mit.

Die Rettung dauerte mehrere Stunden

Über mehrere Stunden hinweg versuchten 38 Kräfte von Feuerwehr und THW sowie zahlreiche weitere Helfer den Hund zu retten. Dazu machten sie alle zehn Meter einen Einschlag mit einer Tiefe von rund 2,50 Meter und brachen das Rohr auf, berichtet Werner Pietschmann. Mithilfe einer Kanalkamera konnten sie die Hündin schließlich orten. Der Einsatzleiter der Feuerwehr erzählt der Redaktion, dass alle Einsatzkräfte vorbildlich Hand in Hand gearbeitet haben. Während seiner 25-jährigen Laufbahn bei der Feuerwehr habe er einen ähnlichen Einsatz noch nicht erlebt.

"Franzi" geht es gut

Verdreckt und etwas verängstigt zogen die Einsatzkräfte „Franzi“ aus dem Kanal. Pietschmann ist sehr erleichtert und froh darüber, dass seinem Jagdhund nichts passiert ist. „Ihr geht es gut. Ich war heute mit ihr schon wieder im Wald unterwegs“, erzählt er. Der Jäger ist allen Helfern und Einsatzkräften sehr dankbar.


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