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Jagdhund erschossen: Verfahren gegen Jäger eingestellt

Der Jagdhund war mit einer Warnweste ausgestattet, trotzdem schoss der Jäger auf den Hund und tötete ihn (Symbolbild).


Ein 83-jähriger Jäger musste sich am 28. November in Wittlich (Landkreis Bernkastel-Wittlich/ Rheinland-Pfalz) vor Gericht verantworten. Ihm wurde vorgeworfen auf einer Drückjagd einen Hund erschossen zu haben. 

Sein Verfahren wurde nach Auskunft der Direktorin des Amtsgerichts Wittlich unter Auflage einer Geldzahlung eingestellt. Der Jäger muss 1.000 Euro an den Förderverein eines Tierheims zahlen.

Jagdhund trug auffällige Warnweste

Der Angeklagte hatte im November 2017 auf einer Jagd bei guter Sicht auf 80 Meter auf einen Jagdhund geschossen und diesen getötet. Er habe den Hund, der eine blaue Schutzweste mit gelben Reflektoren trug, für einen Überläufer gehalten.

Die Staatsanwaltschaft argumentierte, der Mann hätte sich vor der Schussabgabe hinreichend vergewissern müssen, auf was er zielt. Mit Zustimmung des Gerichts und Einwilligung des Angeklagten, die Auflagen der Staatsanwaltschaft zu erfüllen, wurde von einer weiteren Verfolgung der Verfahrens abgesehen. Bei klarer Sachlage und wenn die Schwere des Vergehens dies rechtfertigt, kann ein Verfahren ohne Urteil gegen Auflagen eingestellt werden. 

Die zuständige Untere Jagdbehörde konnte gegenüber der Redaktion keine Angaben machen, ob der Jäger seinen Jagdschein behalten darf. CL


Christian Liehner Redaktionsvolontär bei den dlv-Jagdmedien. Aufgewachsen am Bodensee. Jagdschein während des Studiums der Politikwissenschaft und Geschichte in Freiburg.
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