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Jagdhund allein im Zug nach Bremen gefahren

Die Polizisten vertreiben sich die Wartezeit mit Quando. Foto: Bundespolizei


"Quando" war aus dem Autofenster gesprungen, als seine Halterin kurz etwas erledigte. Vom Fahrzeug aus muss der Rüde sich dann direkt zum in der Nähe gelegenen Bahnhof begeben haben. Ab da verlor sich seine Spur. Später kam heraus, dass der BGS die Bahnstrecke überquert hatte und sich auf der Suche nach seiner Führerin einsteigenden Fahrgästen angeschlossen hatte.
Nachdem "Quando" dem Zugpersonal aufgefallen war, benachrichtigten diese die Leitstelle der Bundespolizeiinspektion Bremen über den Hund, der freundlich wedelnd Kontakt zu Fahrgästen gesucht hatte. Zwei Diensthundeführer, die gerade auf Streife waren, übernahmen ihn daraufhin in Bremen-Mahndorf.
Ein Anruf der Beamten beim Tierheim von Verden ergab eine Vermisstenmeldung, die gerade eingegangen war. Die benachrichtigte Halterin war überglücklich und machte sich auf den Weg zur Haltestelle. Während der Wartezeit zeigte der bestens gepflegte Rüde den Bundespolizisten sofort sein Talent bei einer spontan angelegten Fährtensuche. Zumindest dafür, so die Polizei, wäre er in der Diensthundeschule aufgenommen worden. Diesen Berufsweg kann "Quando" jedoch nicht einschlagen, denn er befindet sich bereits in der Ausbildung zum Schweißhund.
PM/RW

 


Rasso Walch Der studierte Förster stammt aus einer traditionellen Jägerfamilie und hat seine Jägerprüfung bereits im Alter von 14 Jahren abgelegt.
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