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Jagdhündin nach 23 Tagen wieder aufgetaucht

Spaziergängerin Anja Kress vor der Spalte, aus der ihre Schwester die Wachtelhündin gerettet hatte. Foto: Uwe Lowin © Uwe Lowin

Am 22. Oktober verschwand die vier Jahre alte DW-Hündin "Nora" beim Stöbern spurlos im Naturschutzgebiet "Gipskarstlandschaft Hainholz" südlich von Osterode - nach über drei Wochen haben Spaziergänger das bis aufs Skelett abgemagerte Tier in einer Felsspalte gefunden.
Ganze 23 Tage war die VGP-geprüfte Hündin verschwunden. In der Presse wurde darüber spekuliert, dass sie die ganze Zeit über in ihrem felsigen Verlies festgesteckt hatte. Möglich wäre dies eigentlich nur, wenn zumindest die Versorgung mit Wasser gewähleistet gewesen war – zum Beispiel durch Regenwasser, das sich am Grund der Spalte sammelte, oder über die Felswände herab floss. Zwei Frauen, die mit ihren Hunden in der Nähe spazieren gingen, hörten Noras Winseln. Eine der Damen stieg in die Felsspalte hinab und befreite das entkräftete Tier.
„Wir haben mit der ganzen Familie verzweifelt nach Nora gesucht“, sagte Besitzer Dietmar Helmold der Bild-Zeitung. Mehrere Male war Helmold, Kreisjägermeister in Osterode im Harz, auf der Suche nach Nora ganz nah an der Felsspalte vorbeigegangen, ohne etwas von seinem Hund zu sehen oder zu hören: „Nora ist ein Opfer ihrer guten Erziehung geworden“, erklärt Helmold im Gespräch mit jagderleben.de: „Ein abgelegter Hund sagt bekanntlich keinen Ton, wenn sein Herr zurück kommt.“
Inzwischen geht es der Wachtelhündin, die von 28 bis 30 auf 14 Kilo abgemagert war, wieder gut: Sie frisst wie ein Scheunendrescher und war schon wieder mit auf Jagd. SE

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Wild-Romantische Harz-Landschaft: Die Felswand, an deren Fuß das Drama seinen Lauf nahm. Foto: Uwe Lowin © Uwe Lowin

Wild-Romantische Harz-Landschaft: Die Felswand, an deren Fuß das Drama seinen Lauf nahm. Foto: Uwe Lowin