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Jagdgesetz: NRW befragt Experten

Die Jagdhunde-Ausbildung mit kurzzeitig flugunfähigen Enten könnte in Nordrhein-Westfalen bald schon wieder erlaubt sein.


In Nordrhein-Westfalen laufen die Beratungen das Landesjagdgesetz zu ändern. 2015 hatte der damalige Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) ein neues Jagdgesetz auf den Weg gebracht – dieses soll nun gekippt werden.

Der Änderungsvorschlag der Landesregierung sieht unter anderem Erleichterungen für die Jägerschaft bei der Menge erlaubten Kirrguts und die Wiedereinführung der Jagdhundeausbildung an der lebenden Ente vor. Ebenfalls sollen die Lockjagd auf Krähen und die Baujagd auf Fuchs wieder gestattet werden.

Der Landesjagdverband begrüßte in einer Pressemitteilung die Novellierung des Jagdgesetzes als einen „wesentlichen Schritt in die richtige Richtung“. Die Expertenanhörungen verliefen weitgehend sachlich, auch wenn „interessierte Kreise“ weiterhin versuchen würden, Medien und Öffentlichkeit zu manipulieren.

Im Einsatz für die Jäger: Der Präsidente des Landesjagdverbandes NRW, Ralph Müller-Schallenberg, Vizepräsident Hans-Jürgen Thies (l.) und Vizepräsident Georg Kurella (r.). © Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen

Landesjagdverband fordert Nachbesserungen

Die Vertreter des Landesjagdverbandes forderten in der Anhörung weitere Nachbesserungen: Zur Abwendung von Seuchengefahren wie der ASP sollte die flächendeckende Bejagung in Naturschutgebieten gestattet werden.

Ebenfalls solle aus Sicht des LJV eine verpflichtende Hegeschau für Rehwild wieder eingeführt werden. Um Hegemaßnahmen zu verbessern müssten weitere Federwildarten mit ganzjähriger Schonzeit in das Jagdgesetz aufgenommen werden.

Der Gesetzgebungsprozess wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Experten rechnen damit, dass ein neues Gesetz zum 1. April 2019 in Kraft treten kann.  CL


Christian Liehner Redaktionsvolontär bei den dlv-Jagdmedien. Aufgewachsen am Bodensee. Jagdschein während des Studiums der Politikwissenschaft und Geschichte in Freiburg.
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