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Jagdgesetz: Niedersachsen plant Änderungen

Fokko Kleihauer © Fokko Kleihauer
Fokko Kleihauer
am
Dienstag, 24.08.2021 - 17:31
Rotwild-FK © Manjana - stock.adobe.com
Das neue Jagdgesetz soll im kommenden Jahr in Kraft treten.

Niedersachsens Landesregierung will das Landesjagdgesetz (NjagdG) ändern. Der Gesetzesentwurf zur Änderung des NjagdG sieht für Rot-, Dam-, und Muffelwild künftig dreijährige Abschusspläne vor. Grund für die Änderung sind regional zu hohe Schalenwildbestände, so Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast in einer Pressemeldung. „Der Aufbau und der Umbau stabiler Mischwälder soll mit angepassen Schalenwildbeständen unterstützt werden.“ Auch beim Rehwild gibt es Änderungen. Der bisher übliche Abschussplan wird durch einen Abschussplan mit maximal 30-prozentiger Überschreitung ergänzt. So sollen Jägerinnen und Jäger mehr Spielraum und Verantwortung bekommen.

LJN zufrieden mit Entwurf

Helmut-Dammann-Tamke, Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen, begrüßt den Gesetzesentwurf zur Änderung des NjagdG. Der erste Entwurf der Gesetzesänderung sei für die LJN und andere interessierte Verbände problematisch gewesen. „Der aktuelle Entwurf hat jedoch viele unserer Änderungswünsche aufgegriffen“, freut sich Dammann-Tamke. „Dem weiteren Prozess schauen wir nun optimistisch entgegen.“

Wolf nicht im Entwurf

Mit keinem Wort taucht der Wolf im Gesetzesentwurf auf. Eine Aufnahme ins NjagdG war für viele Verbände aber ein inniger Wunsch. Beim Wolf sei aber nichts verloren, so Dammann-Tamke. „Zwischen SPD und CDU herrscht Konsens, der Wolf soll ins Jagdrecht.“ Der Politiker vermutet, dass Isegrim während der Diskussionen im Landtag in den Gesetzesentwurf rutschen wird.

Damit der Gesetzesentwurf des NjagdG in Kraft tritt, muss der Landtag diesen verabschieden. Das soll Anfang 2022 geschehen. Pünktlich zum neuen Jagdjahr 2022/2023 würden am 1. April 2022 die neuen Regelungen in Kraft treten.


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