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Jagdgesetz: Neue Verbote für die Fangjagd in Hessen

Kathrin-Fuehres © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Freitag, 23.10.2020 - 12:00
Marder-in-Lebenfalle © Jannick - stock.adobe.com
Die Fangjagd auf Marder soll künftig nur noch mit Lebendfallen möglich sein.

In Hessen soll die Fangjagd mit Totschlagfallen bald nicht mehr möglich sein. Dies geht aus einer Anfrage der Linken im Hessischen Landtag hervor. Bereits im Koalitionsvertrag hatte man vereinbart, die Jagd mit Totschlagfallen zu verbieten. Auf Nachfrage der Linken, warum ein solches Verbot sinnvoll sei, gab Umweltministerin Priska Hinz an, dass Totschlagfallen nicht mehr zeitgemäß und tierschutzrechtlich bedenklich seien. Nach §19 des Hessischen Jagdgesetzes dürfen nur Fanggeräte verwendet werden, wenn sie unversehrt lebend fangen oder sofort töten. „Allerdings kann das Risiko, dass ein Tier gefangen wird und nicht sofort tot ist, oder eines Fehlfangs, nie gänzlich ausgeschlossen werden“, so Hinz in ihrer Antwort an die Linke.

Hier finden Sie eine Übersicht zum Thema Fangjagd vom DJV

Totschlagfallen schon jetzt nur schwer einsetzbar

Da alternative Methoden zur Bejagung zur Vefügung stehen würden, erachte man ein zeitnahes Verbot von Totfanggeräten für sinnvoll. Um das Landesjagdgesetz dementsprechend zu ändern, bereite die Landesregierung derzeit eine entsprechende Gesetzesinitiative vor, führt die Umweltministerin weiter aus.

Die zur Marderjagd eingesetzten Totschlagfallen sind ein bewährtes Fangmittel. Da in Hessen jedoch nur der Stein- aber nicht der Baummarder eine Jagdzeit hat, ist ein selektiver Fang von Steinmardern mit Totschlagfallen auch bereits jetzt schon kaum durchführbar.


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