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Jagdgesetz wird geändert

Foto: Bundestag/Marc-Steffen Unger © Bundestag/Marc-Steffen Unger

Gegen das Votum von Bündnis 90/Die Grünen hat der Bundestag am Abend des 28. Februars den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Änderung jagdrechtlicher Vorschriften auf Empfehlung des Landwirtschaftsausschusses geändert.
Damit können Grundeigentümer, die einer Jagdgenossenschaft angehören und die Bejagung ihrer Flächen aus ethischen Gründen ablehnen, auf Antrag aus der Jagdgenossenschaft ausscheiden. Das Gesetz enthält flankierende Regelungen zur Haftung des ausscheidenden Grundeigentümers für Wildschäden, zur Wildfolge und zum jagdlichen Aneignungsrecht. Geändert wurde auch die Strafvorschrift zur Jagdwilderei (Paragraf 292 des Strafgesetzbuches) als Folge der neu geschaffenen Befriedung aus ethischen Gründen. Betritt ein Jäger eine ethisch befriedete Grundfläche, die nicht unbedingt als solche erkennbar ist, macht er sich dadurch nicht strafbar.
Während Jagdgegner den jetzt möglichen Austritt als fast unmöglich beschreiben, befürchten einige Jäger den Zerfall des Reviersystems.
PM/BS

Eine Vorabversion der beschlossenen Gesetzes-Änderung finden Sie hier.