+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 3.916 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 24.5.2022) +++
Home News Jagdgesetz-Änderung: Landesjagdbeirat fordert Rücknahme

Jagdgesetz-Änderung: Landesjagdbeirat fordert Rücknahme

Kathrin Führes © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Mittwoch, 06.04.2022 - 13:02
Rehwild-im-Fadenkreuz © As13Sys - stock.adobe.com
Die geplanten Änderungen hätten weitreichende Folgen für die Jagd in Brandenburg.

Gegen die geplante Jagdgesetz-Änderung in Brandenburg hat sich nun der Landesjagdbeirat mit überwiegender Mehrheit ausgesprochen. Der vorliegende Gesetzesentwurf sei geprägt von mangelhaftem Handwerk und würde „jeglichen juristischen und gesetzgeberischen Sachverstanden“ missen. Auch seien die Vorschläge, welche das Forum Natur im November 2020 zur Novellierung unterbreitet hatte, im Entwurf nicht berücksichtigt. Daher empfiehlt der Landesjagdbeirat den vorgelegten Entwurf in Gänze zurückzuziehen und einer Neubearbeitung zuzuführen.

Weitreichende Änderungen geplant

Der Entwurf sah unter anderem die oberste Maxime Wald vor Wild vor. So soll es keine zeitlichen Vorgaben bei der Verpachtung von Jagdbezirken mehr geben und jeder Grundbesitzer, der mindestens 10 Hektar besitzt, seine Scholle selbst bejagen dürfen. Auch sieht der Entwurf die Abschaffung von Abschussplänen vor und das Verbot von Fütterungen und Kirrungen. Jagdausübungsberechtigte sind verpflichtet, sich verendetes Schalenwild, vor allem Unfallwild, anzueignen und zu beseitigen. Auch will man die Liste jagdbarer Arten reduzieren.

„Die vorliegenden Textbausteine könnten als Willenserklärung verstanden werden, aber sind in ihrer jetzigen Form als Gesetzestext neben den Inhalten auch handwerklich gänzlich abzulehnen“, so Dr. Dirk-Henner Wellershoff, Präsident des Landesjagdverband Brandenburg.


Kommentieren Sie