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Jagdgenosse baut Saufang

Die Fanganlage: Durch den Elektrozaun wirkt sie wie ein Zwangswechsel. Foto: privat © Privat
Die Fanganlage: Durch den Elektrozaun wirkt sie wie ein Zwangswechsel. Foto: privat © Privat

Die Fanganlage: Durch den Elektrozaun wirkt sie wie ein Zwangswechsel. Foto: privat

Ereignet hat sich der Vorfall in einem Hagener Revier im südöstlichen Ruhrgebiet. Bei einem Reviergang wurde die Falle entdeckt und mit Fotos dokumentiert. Sie stand auf dem Grundstück des zunächst der Wilderei beschuldigten Jagdgenossen, direkt an einem Maisschlag. Die Ernte sollte vor Schwarzwild an drei Seiten durch einen Elektrozaun gesichert werden, an der vierten Seite stand der Saufang, in den eine Futterspur aus Kartoffeln und Mais in die Fangeinrichtung lockte.
Dem Dortmunder Zahnarzt und Jäger, Dr. Robert-Wolfgang Kalitzki, ging das zu weit: „So etwas habe ich noch nicht erlebt, ich habe den Mann angezeigt.“ Auch in der Vergangenheit, wie beispielsweise bei Forderungen von Wildschadensersatzzahlungen, habe es Reibereien mit dem nichtjagenden Grundstückseigentümer gegeben.
Schließlich nimmt sich die Staatsanwaltschaft Hagen der Sache an. Doch diese teilte jetzt auf Nachfrage der Redaktion mit, dass die Ermittlungen eingestellt wurden. „Die Falle steht auf befriedetem Grund. Somit handelt es sich nicht um Wilderei“, begründet Oberstaatsanwalt Dr. Gerhard Pauli die Entscheidung. Die Frau des Beschuldigten sagte gegenüber jagderleben: „Der will uns was Böses. Wir hatten das für unsere Ziegen.“ Kalitzki hingegen ist sich sicher, dass Sauen mit der Falle gefangen wurden, doch was dann mit ihnen passiert ist, weiß niemand.
BS