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Jagdgegnerin verliert

Befriedung abgelehnt: Die Betreiber dieses Weingutes verloren vor dem Verwaltungsgericht Koblenz. Foto: LJV © LJV

Medienwirksam (wir berichteten hier) trat die Bio-Winzerin immer wieder in Erscheinung und versuchte so Stimmung gegen die Jagd zu machen. Die Richter argumentierten ihren Beschluss damit, dass zur Zeit noch das alte Recht gelte, nach dem bestimmte Grundstückbesitzer ihre Jagd auf eigenem Grund dulden müssen. Das kritisierte jedoch im vergangenen Jahr der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte.
Da die vom Bund im Februar beschlossene Umsetzung des Urteils jedoch noch nicht in Kraft getreten ist (erst sechs Monate Nach der Verkündigung im Bundesgesetzblatt), muss die Jagdgegnerin die Jagd vorerst weiter akzeptieren. Diese Zeit sei der Antragsstellerin zuzumuten, so das Gericht. Erst danach könne in einem Verwaltungsverfahren erneut geprüft werden, ob die Befriedung gerechtfertigt ist. Dies werde "eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen, heißt es in dem VG-Beschluss. Da man die Jagd auf den besagten Flächen aber über einen langen Zeitraum duldete, wurde jetzt auch der Antrag auf einstweilige Anordnung von Jagdruhe abgelehnt. Das VG bestätigte damit der Entscheidung des Kreises.
BS