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Jagdgegner verliert

Laut Richtern ist die Bergjagd unumgänglich (Symbolbild). Foto: MW © MW
Laut Richtern ist die Bergjagd unumgänglich (Symbolbild). Foto: MW © MW

Laut Richtern ist die Bergjagd unumgänglich (Symbolbild). Foto: MW

Geklagt hatte ein überwiegend vegan lebender Waldbesitzer in Spittal an der Drau. Er will dort die Jagd aus ethischen Gründen nicht länger zulassen. Ein „Ruhen der Jagd“ auf diesen Grundstücken sei aber nur möglich, wenn dieses durch eine feste Umfriedung dauernd umschlossen sind, so jetzt das oberste Gericht Österreichs. Der VfGH urteilte, dass diese Regelung „keinen unverhältnismäßigen Eingriff in das Eigentumsrecht eines Eigentümers bedeutet, der die Jagd aus ethischen Gründen ablehnt“.
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hatte in vergleichbaren Fällen in Frankreich, Luxemburg und Deutschland entschieden, dass Grundbesitzern, die aus ethischen Gründen die Jagd ablehnen, diese verbieten können. Auch darauf berief sich der Kärtner Grundbesitzer. Der österreichische VfGH kam jedoch zum Schluss, dass besonders in Kärntens Bergwäldern aufgrund ihres Schutzzweckes ein spezifisches Interesse an einer flächendeckenden Jagdbewirtschaftung bestehe. Dies mache es notwendig, Wildbestände zu kontrollieren und zu reduzieren.
Wiener Tierschützer akzeptieren das Urteil nichtund wollen deshalb jetzt zum EGMR ziehen.
PB