Home News Jagdgegner scheitern vor Bundesverfassungsgericht

Jagdgegner scheitern vor Bundesverfassungsgericht

Verbände & Stiftungen können auch weiterhin die Jagd auf ihrem Grundstück nicht verbieten.


Seit 2013 können Einzelpersonen, deren Privatflächen in einem gemeinschaftlichen Jagdbezirk liegen, die Befriedung ihres Grundstücks beantragen, um die Jagd dort ruhen zu lassen. Grundlage dafür ist ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte. Für juristische Personen - beispielsweise Verbände - ist dies jedoch nicht möglich. In einem erneuten Anlauf haben zwei Stiftungen aus Bayern und Niedersachsen versucht, dieses Recht ebenfalls für sich zu beanspruchen.

Die „Stiftung Hof Butenland – Lebenshof für Tiere“ und die „Internationale Gabriele-Stiftung Verwaltungs-GmbH“ reichten Verfassungsbeschwerde ein. Sie fühlen sich in ihren Grundrechten verletzt und fordern die Befriedung eigener Grundstücksflächen aus ethischen Gründen. Der Rechtsstreit zieht sich bereits seit einigen Jahren.  

Jahrelanger Rechtsstreit

Seit 2004 versucht die Internationale Gabriele-Stiftung verwaltungsrechtlich das Ruhen der Jagd auf ihren Flächen durchzusetzen. Jedoch scheiterten sie damit bereits 2010 vor dem Bundesverwaltungsgericht. Daraufhin hatten sie Verfassungsbeschwerde eingereicht, welche jedoch nun zum zweiten Mal abgewiesen wurde. Damit ist es juristischen Personen weiterhin nicht möglich, Flächen von der Jagd auszunehmen. HR


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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